Die Küche der Orks

 

Orks sind Improvisationskünstler, was das Essen angeht. Besonders die Nomadischen Stämme müssen oft mit dem vorlieb nehmen, was sie unterwegs finden und jagen (oder rauben, was das angeht...) können.
Die Orkische Küche würzt sehr stark und ist für nichtorkische Gaumen oft kaum genießbar. Wenn man sich allerdings einmal daran gewöhnt hat, kann man auch den Rachenputzern etwas abgewinnen...

Quaalz
(Scharfes Chilie)

"Quaalz? Ich bin ja stets aufgeschlossen und furchtlos, aber die Reaktion meines Körpers auf diesen Fraß war - erschreckend... und erstaunlich."

- Bâketâmon, elfischer Geisterbeschwörer

Folgendes Rezept stammt aus der Feder von Rekkar, einem Abenteurer welcher der Disziplin des Troubadours folgt und eine legendäre und leidenschaftliche Schwäche für Alkohol, gutes Essen und schöne Frauen hatte. Warum der Mensch gerade das Quaalz- Rezept des Orks Kor`kon aufgezeichnet hat ist uns schleierhaft, doch wir geben es hier gerne wieder.

- Balzahr, Schreiber der Großen Bibliothek zu Throal-

"Wir Orks sind bekannt dafür, das wir direkt sind. Wir mögen ehrliche Worte und einen guten Kampf, und Essen das nicht weich und zermalen ist wie der Fraß, den andere "wohlschmeckend" nennen. Man könnte sagen, wir Essen gern so, dass es noch zurückbeißt. Wenn du also einen langen Ritt über die Steppe hinter dir hast und eine ganze Bande hungriger Brenner zu versorgen hast, kann ich dir verraten wie du mit wenigen Zutaten einen Quaalz - Eintopf zubereiten kannst, den noch die Kinder deiner Schar kennen werden. Für 13 Krieger brauchst du:
1750 gr. rote Quaalzbohnen (wenn nicht zur Hand, dann können auch rote
Kidney- oder Chilibohnen verwendet werden, auch wenn der Geschmack weniger
kräftig ist).
2,2 kg durchwachsenes Dürenfleisch, am besten das eines schon etwas älteren
Tieres, das erhöht die Bissfestigkeit (wenn ihr gerade in Landis seid, dann
raubt den Menschen ein Rind)
240 gr. rote Grallonschoten (in manchen Gegenden nennt man das Zeug Paprika)
240 gr. schwere Rahmsoße (Creme Fraîche nennen das die verrückten Elfen in
ihrer Sprache die wie Kleinkindgequieke klingt)
6 Knoblauchzehen
1/2 Liter leichten Rotwein (einer, der euch nach einem Gelage am nächsten
Tag den Schädel zum bersten bringt ist genau richtig)
Pulver aus getrockneten Rachenputzerschoten (Chillis)
280 gr. Gelbkolbenschoten (auch Bauernsiphiles oder Mais genannt)
Mark der Rotnachtfrucht (oder Fleischtomate)
Rachenputzerextrakt (Tabasco)
Öl des Ölfruchtbaumes
1 Zwiebel
Salz, Schwarzkornpulver (Pfeffer) und Oregano.
Schneide das Fleisch in etwa 2 Finger breite Würfel, wobei du darauf achten solltest, dass dein Messer nicht zu schartig ist, sonst zerfasert das Fleisch. Paß auch auf deine Finger auf, denn das verdirbt den anderen den Appetit. Die Zwiebel würfelst du ebenfalls, jedoch etwas feiner, versteht sich. Nimm einen großen Topf und mach ordentlich Feuer unterm Dreibein. Nimm ein wenig Öl und laß es schön heiß werden. Dann kippst du die Zwiebeln rein. Pass auf, dass sie nicht schwarz werden. Leicht durchsichtig wie klarer Eiter reicht aus.
Dann schmeiß das Fleisch in den Topf. Ab und zu mußt du den Topf jetzt am Dreibein schwenken oder mit einem Stock umrühren, sonst wird das Fleisch verbrannt. Kipp nach und nach den Wein rein. Nimm eine ganze Flasche. Immer einen Schluck in den Topf, dann ein Schluck du. Sei aber nicht zu gierig beim Saufen. Zerbeiße die Knoblauchzehen und spucke sie zum Rest in den Topf. Gib ordentlich Salz, Schwarzkornpulver und Oregano dazu. Das ganze muss lange schmoren, bis das Fleisch so weich ist, daß du es mit deinen Hauern durchbeißen kannst. Jetzt kommen die Qualzbohnen, die Körner der Gelbkolbenschoten, die gewürfelten roten Grallonschoten und das Mark der Rotnachtfrucht dazu. Nimm den Topf etwas weg vom Feuer, so dass er noch schwache Hitze bekommt, sonst kriegst du den Topf nie wieder sauber - falls du das wolltest. Am Schluss kommt die schwere Rahmsoße dazu. Wenn du meinst, du müsstest noch was anderes zwischen die Zähne kriegen, iss einen Brotfladen dazu. Und allen ujnorts empfehle ich, sich einen großen Wasserschlauch bereitzulegen. Allen Kennern und wahren Orks sei zu einem kräftigen hurlg geraten."