Die Worte des Steins

Art: Elementarismus

Die Worte des Steins sind ein dickes, quadratisches Buch mit einer Kantenlänge von etwa einer Elle und entstammt der Feder des Elfischen Magiers Se’Rheas Feuerkamm. Die Buchdeckel bilden zwei schlichte, recht dünne Schieferplatten, die durch Magie verstärkt und bruchfest gemacht wurden. In die vordere Platte ist ein feines Halbrelief eingearbeitet, daß einen Obsidianerkopf zeigt. Darunter steht, in elfischer Schrift, der Titel des Werkes. Den Buchrücken bildet ein flexibles schwarzes Lederstück, das mit Silbernen Fäden bestickt wurde. Die einzelnen Pergamentseiten des Buches sind mit feinen, seidigen Fäden an den Rücken genäht; man sagt, daß Se’Rheas diese Fäden aus seinem eigene Haar geflochten hat.
Das Werk enthält unzählige Abbildungen von markanten Steinformationen obsidianischen Ursprungs.
Die Zeichnungen sind atemberaubend in ihrer Genauigkeit und perspektivischen Darstellung. Sie sind meist großzügig über eine Doppelseite angelegt und werden im unteren Seitenbereich von Se’Rheas kommentiert und erläutert. Die Handschrift des Elfs ist sehr klar und verzichtet auf ganz elfenuntypische Art auf Schnörkel und Verzierungen, wohl eine Auswirkung des langen Aufenthaltes unter den Steinmenschen.
Ein Charakter, der das Buch ganz durchliest, erhält 300 Legendenpunkte, die er für die Steigerung der Fertigkeit Rassenkunde(Obsidianer) oder Lesen/Schreiben (Obsidianisch) verwenden darf.
Die Geschichte des Buches ist so ungewöhnlich wie das Thema, das es behandelt.
Se’Rheas gewann schon in früher Jugend das Vertrauen einer Obsidianer-Bruderschaft und wurde von ihnen eingeladen, an ihrer Kultur und ihren Sitten teilzuhaben. Der Elf verbrachte den größten Teil seines Lebens unter den Steinmenschen und gewann in dieser Zeit die Freundschaft des Obsidianers Aganoyaron, der zu den Ältesten der Bruderschaft gehörte und ein unerschöpflicher Quell des Wissens für ihn war. Se’Rheas verfaßte in dieser Zeit einige Bücher über die Obsidianer, allerdings sind nur noch Fragmente seiner Aufzeichnungen erhalten geblieben. Sein größtes Werk war aber zweifelsohne das Buch der Steine.
Das Werk beschreibt in faszinierender Weise die Magie der Obsidianer und ist eigentlich die Abbildung eines riesigen Obsidianischen Grimoires, das in der Zeit vor der Plage über weite Landstriche Barsaives verteilt war.
Wer die Wege der Obsidianer ein wenig studiert hat, weiß, daß sie eine ungewöhnliche Art haben, ihre Geschichte ‘aufzuschreiben’. Anstelle von Federkiel und Pergament benutzen sie Felsen, um ihre Botschaften in die Landschaft zu schreiben, nein, zu bauen. Nur wenige Namensgeber können von sich behaupten, Obsidian lesen geschweige denn schreiben zu können.
In der Zeit vor der Plage schuf eine Gruppe von Obsidianer-Magiern ein gewaltiges Grimoire, um ihr Wissen an die Nachwelt weiterzugeben. In einem weiten Landstrich türmten sie Steinformationen auf, die das Wissen um die Zaubersprüche enthielten und nur von Eingeweihten gelesen werden konnten. Allen anderen dienten die ungewöhnlichen Bauten als Landmarken, die sich durch ihre bizarren Formen deutlich von der Umgebung abhoben.
Se’Rheas war, kaum hatte er eines dieser Gebilde gesehen, sofort in ihren Bann geschlagen und setzte alles daran, die Geheimnisse der Strukturen zu ergründen. Er zog viele Jahre mit seinem Freund Aganoyaron durch das Gebiet der Bruderschaft, studierte die Felsformationen eindringlich und hielt sie in seinen unverwechselbaren Zeichnungen fest. Aganoyaron erläuterte ihm alles, was er wissen wollte, und der Elf schrieb es gewissenhaft nieder.
Vor seinem Tod schenkte Se’Rheas das Buch der Steine der Bruderschaft, die ihn so lange als einen der ihren akzeptiert hatte. In der Dunkelheit der Plage aber fiel der Lebensstein der Bruderschaft einem Dämon zum Opfer und das Buch ging mit den Überresten der Gemeinschaft verloren.
Das Werk hat heute einen unschätzbaren Wert, ist es doch mit Sicherheit die einzige Aufzeichnung dieser Art über die Sprache und Schrift der Obsidianer. Außerdem beschreibt es Landmarken aus der Zeit vor der Plage, die vielleicht heute noch existieren und eine Untersuchung wert sein könnten.
Das ursprüngliche Grimoire der Obsidianer ist heute, in der Zeit nach der Plage, bestimmt zum größten Teil und unwiederbringlich verloren. Alles Wissen, das einst in ihm festgehalten wurde, findet sich nun ausschließlich in Se’Rheas Aufzeichnungen. Obwohl es eigentlich nur eine Kopie ist, haben die Zeichnungen des Elfen ein Teil der Magie der Steine aufgenommen und gespeichert. Das Werk enthält folgende Zauber in entsprechender Reihenfolge:

Niemand weiß, wo sich das Buch der Steine heute befinden könnte und ob es überhaupt noch existiert. Allerdings hat die Überlandhandelsgesellschaft ein reges Interesse an der Beschaffung des Buches gezeigt und schon mehrere Abenteurergruppen ausgesandt, um Hinweisen darauf nachzugehen.